Die psychosomatische Grundversorgung

In der hausärztlichen Medizin hat die psychosomatische Grundversorgung
die größte Bedeutung. Die Beratung und Unterstützung umfasst folgende
Problemfelder:

  • Reaktion auf schwere Belastungen (Verlust, Trauma, schwere körperliche
    Krankheit).
  • Familienprobleme (Partnerschaft, Erziehung, Pflege älterer Menschen).
  • Berufsprobleme (Stress, Erschöpfung, drohender oder tatsächlicher Verlust
    des Arbeitsplatzes).
  • Probleme im sozialen Umfeld (z. B. Isolierung und Rückzug vor allem bei älteren
    und allein stehenden Menschen, belastende Wohnsituation).
  • Psychosomatische Prävention bei Stress, gesundheitsschädigendem Verhalten
    oder untauglichen Bewältigungsstrategien.

Die häufigsten Krankheitsbilder, bei denen eine psychosomatische Diagnostik
und psychotherapeutische Mitbehandlung notwendig wird, sind:

  • Funktionelle Herz-Kreislaufstörungen
  • Hypertonie
  • Angina pectoris und Herzinfarkt
  • Funktionelle Störungen des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes,
    wie funktionelle Dyspepsie, Colon irritabile, chronische Bauchschmerzen
  • Magen- und Duodenalulzera
  • Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • Diabetes mellitus
  • Rheumatoide Arthritis
  • Chronische Schmerzzustände wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen,
  • Fibromyalgie
  • Essstörungen Krebserkrankungen
  • Allgemeinsymptome wie Schwindel, Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit und Erschöpfung.

Die psychosomatische Grundversorgung umfasst folgende Aufgaben:

  • Die frühzeitige differenzialdiagnostische Abklärung psychischer und psychosomatischer Beschwerden. Welchen Anteil haben psychosoziale Belastungen und Probleme am Krankheitsbild?
  • Aufklärung, Beratung und Unterstützung durch therapeutische Gespräche und  Entspannungsverfahren.
  • Motivierung und Weitervermittlung in eine ambulante oder stationäre  psychotherapeutische Behandlung.