Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie)

Bei Störungen der Lungenbelüftung (Ventilationsstörungen) unterscheidet man obstruktive, restriktive und neuromuskuläre Ventilationsstörungen:

Bei den obstruktiven Ventilationsstörungen sind die Atemwege verengt und es muss besonders beim Ausatmen gegen einen erhöhten Widerstand geatmet werden. Das heißt, die Atmung ist erschwert. Zu den obstruktiven Lungenerkrankungen zählen das Asthma bronchiale, und die COPD.

Restriktive Ventilationsstörungen beruhen auf einer verringerten Dehnbarkeit der Lunge bzw. des Brustkorbes. Diese kann auf eine Lungenverhärtung (Lungenfibrose) oder Flüssigkeitsansammlung im Lungenspalt (Pleuraerguss), auf eine Lungenoperation mit Narbenbildung nach der Entfernung von Gewebe oder auf ein hoch stehendes Zwerchfell (Zwerchfellparese) zurück zu führen sein.

Neuromuskuläre Ventilationsstörungen sind durch eine Schädigung der Nervensignalübertragung vom Atemzentrum im Gehirn über das Rückenmark zu den Muskeln der Atemorgane bedingt und treten beispielsweise bei Querschnittslähmungen auf.

Die Lungenfunktionsprüfung (kurz: „Lufu“ oder auch Spirometrie genannt) ist eigentlich Kern einer jeden pneumologischen Untersuchung. Ziel der Lufu ist es, den Funktionszustand der Atemwege und der Lungen möglichst genau zu erfassen. Kleinste Veränderungen in den Atemwegen können so festgestellt werden und helfen, Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Eine Lufu dient auch der Verlaufskontrolle bei chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD. 
Eine Lungenfunktionsprüfung ist angezeigt bei ungeklärten Beschwerden wie Atemnot, anhaltendem Husten und Auswurf, insbesondere im Zusammenhang mit langjährigem Zigarettenkonsum. Weitere Symptome, die Anlass zu einer Lufu geben, sind:

  • Auffälligkeiten im Röntgenbild der Lunge.
  • bläuliche Verfärbungen von Haut oder Schleimhaut (Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut; Zyanose).
  • Veränderungen der Finger und Fingernägel (Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel).
  • Eine vermehrte Anzahl von roten Blutkörperchen (Polyglobulie).
  • Auch im Rahmen von Betriebs- und Eignungsuntersuchungen und in der Sportmedizin wird die Lufu eingesetzt. Außerdem kann sie zur Risikoabschätzung vor Operationen hilfreich sein.

Durchführung

Die Lufu oder Spirometrie (auch: Spirografie) ist ein medizinisches Verfahren zur Messung und Aufzeichnung des Lungen- bzw. Atemvolumens, sie wird beim Hausarzt durchgeführt und dient der Erfassung Ihrer persönlichen Ventilationsgrößen. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, verlangt aber eine gute Mitarbeit des Patienten: Sie atmen über ein Mundstück in ein Gerät namens Spirometer. Dabei misst das Spirometer die Kraft, mit der Sie einatmen und ausatmen.